A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Abgang
Als Abgang wird der Nachgeschmack eines Weines bezeichnet. Ein runder, ausgewogener und nachhaltiger Abgang ist ein besonderes Qualitätsmerkmal eines guten Weines.
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Adstringenz
Beschreibt das raue, pelzige Gefühl welches insbesondere durch tanninhaltige Weine auf der Zunge hervorgerufen wird. Das Gefühl wird oftmals mit Bitterkeit gleichgesetzt.
Bei jungen Rotweinen macht sich die Adstringenz unterschiedlich stark bemerkbar. Mit zunehmender Lagerung und Erreichen der Trinkreife eines Weines nimmt die Adstringenz mehr und mehr ab.
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Affinität
Der Begriff bezeichnet im Weinbau die Verträglichkeit von Edelreis (oberirdischer Spross) und Unterlage (Wurzelstock) bei der Veredelung von Rebstöcken.
Eine gute Affinität bewirkt ein gutes Zusammenwachsen von Edelreis und Wurzelstock und hat einen zufrieden stellenden Ertrag zur Folge.
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AOC (Appellation d’Origine Contrôllée)
Für die Einteilung des AOC-Zertifikates ist die Einhaltung gewisser Kotrollbestimmungen zwingend vorgeschrieben. Die Herstellung wird durch eine Kontrollkommission streng überwacht und muss durchgängig auf traditionelle Weise erfolgen. Die Eigenschaften des Produktes muss annähernd gleich bleibend sein und definierten Qualitätsstandards entsprechen. Die Zutaten müssen aus einem bestimmten geographischen Raum stammen und das Produkt muss in dieser Region hergestellt werden und zumindest teilweise gereift sein.
Heute wird unter dem französischen Begriff “Appellation d’Origine Contrôllée“ (AOC) allgemein eine kontrollierte und garantierte Herkunfts- und Qualitätsbezeichnung für Weine, insbesondere für Bordeaux-Weine, verstanden und hat sich dafür weltweit als Synonym durchgesetzt. In Frankreich werden die Bestimmungen durch die staatliche Behörde INAO (Institut National des Appellations d’Origine) festgelegt und dekretiert.
Die Klassifikation AOC ist auf den Etiketten der Weinflaschen enthalten. Einzige Ausnahme stellt die Champagne dar. Dort spricht die Appellation für sich.
Bei den einfachen AOC- Weinen wird lediglich das Herkunftsgebiet angegeben. Dann folgen jene, bei welchen Untergebiete, Lagen, Domaine oder Château genannt werden dürfen. In manchen Gebieten, wie z.B. Bordeaux sind teilweise spezielle Crus-Klassifizierungen festgelegt.
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Assemblage
In Frankreich gebräuchlicher Begriff für die Selektion bzw. Zusammenstellung von Weinen unterschiedlicher Jahrgänge, Rebsorten oder auch Lagen insbesondere bei den „großen“ Bordeaux-Weinen oder auch Champagner.
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Barrique
Der Begriff „Barrique“ kommt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet Fass. Solch ein Fass besitzt in der Regel ein Volumen von 225 Litern. Früher wurden solche Fässer hauptsächlich in Frankreich gefertigt. Inzwischen erfolgt die Herstellung in der ganzen Welt.
Mittlerweile wird auch der Barriquewein verkürzt als „Barrique“ bezeichnet. Den Fässern kommt beim Ausbau des Weines zur Lagerung eine entscheidende Bedeutung zu. Das Aromaspektrum und die Gerbstoffe (Tannine) werden durch die Komponenten des Holzes, wie z.B. Vanillin, abgerundet. Grundsätzlich gilt, je neuer die Fässer sind in denen der Wein gelagert wird, desto größer ist deren Einfluss auf den Geschmack. Auch wird der Wein durch den minimalen Luftaustausch beeinflusst. Er erhält dadurch eine oxidative Reife. Mit jeder weiteren Verwendung eines Fasses zur Lagerung des Weins verliert es an Aroma und wird im Laufe der Zeit durch ein neues Fass ersetzt. Selten allerdings werden alle Fässer auf einmal ausgetauscht. Der Kellermeister entscheidet, wie viel Holzeinsatz der Wein verträgt. So wird nur ein Teil der Fässer ausgetauscht, meist ein Drittel. Dadurch kann man die Geschmacksintensität des Weines steuern.
Der Ausbau in neuen Holzfässern war früher nur den besten und schwersten Weinen vorbehalten. So wurden von den großen Weingütern z.B. Château Margaux, die gebrauchten Fässer an ärmere Weingüter nach Gebrauch weiter verkauft.
Insbesondere wird der Barrique-Ausbau bei Rotweinen praktiziert. Das bekannteste Anbaugebiet für den Barrique-Ausbau von Rotweinen ist zweifelsfrei Bordeaux. Im Laufe der 80er Jahre kam diese Technik weltweit in Mode, sicherlich nicht zuletzt aufgrund der fortschreitenden Globalisierung und Internationalisierung des Weinbaus. Auch die Nachfrage nach hochwertigen Rotweinen mit komplexen Aromen spielten und spielen hierbei noch immer eine wichtige Rolle. Trotz allem nehmen die in Bordeaux angewandten Methoden bis heute eine Vorbildfunktion ein.
Der Ausbau in den Eichenfässern erfordert jedoch sehr viel Erfahrung und Wissen. Für einen gelungenen Barrique-Wein ist neben der Qualität der Trauben auch die Qualität des Fasses von enormer Bedeutung. Ein entscheidender Faktor ist der sog. Röstgrad, sprich die Stärke der Erhitzung der Dauben, durch welche sie in die gewölbte Fassform gezwungen werden. Hierdurch erhält der Wein sein einzigartiges Aroma.
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Beaujolais
Nördlich der Stadt Lyon befindet sich mit einer Gesamtanbaufläche von ca. 22.000 Hektar das Weinbaugebiet Beaujolais. Geographisch ist es zar ein Teil des Burgund. Aufgrund der völlig anders gearteten Weine bildet es eine eigene Weinbauregion.
Im Beaujolais überschneiden sich drei Klimazonen, eine kontinentale, mediterrane und ozeanische Tendenz.
Die Rotweine werden zu über 99 Prozent aus der Rebsorte Gamay gekeltert, weleche für gehobene Qualitätsstufen in Burgund nicht zugelassen ist.
Man unterscheidet drei Klassen:
Beaujolais
Etwa die Hälfte (ca. 11.000 Hektar) sind in der Appellation d’Origine Contrôlée (AOC) bestockt. Wenn der Zuckergehalt des Mostes einen um 5 Prozent höheren Alkoholgehalt erwarten lässt, darf er als Beaujolais Supérieur vermarktet werden.
Beaujolais Villages
Die Trauben für diese Appellation müssen aus einer Gemeinde entstammen. 38 Gemeinden mit einer Anbaufläche von ca. 6.000 Hektar haben das Recht diesen Wein auszubauen.
Cru du Beaujolais
Zehn kommunale Appellationen (Saint Amouram, Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-á-Vent, Regnié) am Nordrand Beaujolais-Villages-Gebietes, die meist nach Gemeinden benannt sind, bauen diese Spitzenweine des Beaujolais aus. Im Gegensatz zu den anderen Weinen des Beaujolais können die „Crus“ über mehrere Jahre gelagert werden und sich dabei qualitativ noch steigern.
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Begrünung
Die Begrünung ist beim ökologischen Weinanbau zwingend vorgeschrieben. Dabei werden bestimmte Pflanzen zwischen den Rebzeilen zugelassen oder bewusst eingepflanzt. Diese Gräser bzw. Pflanzen müssen kurze Wurzeln haben, damit sie den Rebstöcken nicht zuviel Feuchtigkeit wegnehmen.
Wurde in der Vergangenheit hauptsächlich zum Erosionsschutz die Begrünung vorgenommen, so wird sie heute auch aus qualitätssteigernden Gesichtspunkten durchgeführt. Durch die Erhöhung der pflanzlichen Artenvielfalt wird die Monokultur gelockert, das Bodenleben verbessert und dies wirkt sich positiv auf die Qualität der Trauben aus.
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Bordeaux
Das Weinanbaugebiet Bordeaux (franz. Bordelais) ist das bekannteste und größte zusammenhängende Weinanbaugebiet der Welt mit einer Fläche von über 110.000 Hektar.
Es ist für seine exzellenten Rotweine bekannt und genießt einen hervorragenden Ruf. Namen wie Mouton Rothschild, Château Petrus, Château Palmer oder Cheval Blanc sind weltweit ein Begriff.
Das Gebiet Bordelais wird durch die beiden Flüsse Garonne und Dordogne durchzogen. Diese Flüsse vereinigen sich zur Gironde. Hier findet man die bekanntesten Bordeaux-Gebiete.
Auf der linken Seite befinden sich Graves, Sauternes und Médoc. Die Graves beginnen südlich von Bordeaux und nehmen das südliche Ufer der Garonne ein.
Das Médoc beginnt nördlich von Bordeaux und zieht sich über 70 Kilometer auf dem linken Ufer der Gironde. Insbesondere im südlichen Teil des Médoc, dem Haut-Médoc, wachsen die besten Weine des Bordelais.
Auf der rechten Seite der Gironde findet man die bereiche Blaye, Saint-Emilion und Pomerol. Das Entre-Deux-Mers ist das Hügelland zwischen Garonne und Dordogne.
Die Landschaft des Bordelais ruht auf einem riesigen Kalksteinsockel. Dieser ist zum Großteil von Ablagerungen aus Kies und Sand bedeckt, welche von den Flüssen herangetragen wurden. Im Médoc können sie mehrere Meter dick werden und ermöglichen den Reben eine besonders tiefe Einwurzelung mit hervorragendem Wasserabfluss. Auf diesem Untergrund wachsen daher die meisten Spitzenweine, die Grand-Crus, die nochmals in Klassen unterteilt sind.
Im benachbarten Pomerol wachsen die Reben zum Teil auf Kiessand als auch auf Lehmböden.
Anzumerken sei, dass es auch eine Reihe von Spitzenweinen gibt, die auf durchfeuchteten Böden entstehen. Dies ist bei einigen Châteaux von Pomerol, Graves und Sauternes der Fall.
Aufgrund der Nähe zum Atlantik herrscht in Bordelais ein mildes, ausgeglichenes Klima ohne extreme Temperaturschwankungen. Eine ausgleichende Funktion üben zusätzlich die großen Wasserläufe und das ausgedehnte Waldgebiet aus. Die unterschiedlichen Standorte, sowie Hanglagen und Geländebeschaffenheit schaffen viele Bereiche mit einem eigenen Mikroklima.
In der Regel sind die Wintermonate frostfrei, die Frühjahrsmonate recht feucht und die Monate von Juli bis Oktober sehr sonnig. Trotzdem variiert das Klima von Jahr zu Jahr recht stark, so dass die Qualität der Weine mit jedem Jahrgang unterschiedlich ausfällt. So wirkt sich zu viel Niederschlag negativ auf die Qualität aus, aber auch zu viel Sonne bzw. Hitze beeinträchtigt die Qualität. Um einen hervorragenden Jahrgang, wie z.B. 1990 oder 2000 zu erhalten, benötigt es die optimale Symbiose zwischen der Summer der Durschnittstemperaturen, der Niederschlagsmeng und der Summe der Sonnenstunden insbesondere in der zeit vom 1. April bis zum 30. September.
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Cabernet Franc
Er ist weit weniger verbreitet als sein „großer Bruder“ Cabernet Sauvignon. Sein Tanningehalt ist geringer als beim Cabernet Sauvignon und er ist auch hinsichtlich der klimatischen Anforderungen genügsamer.
Er ist in der Region Bordeaux als Verschnittwein (Cuvée) sehr beliebt.
Eine Ausnahme stellt Château „Cheval Blanc“ dar. Hier ist er mit 60 Prozent Anteil die dominierende Rebsorte. Andere berühmte Châteaux wie Mouton-Rothschild oder Petrus verwenden ihn nur zum Verschnitt, wenn seine Reifezeit auskömmlich war.
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Cabernet Sauvignon
Die Rebsorte „Cabernet Sauvignon“ ist eine rote Rebsorte und ist im Bordelais beheimatet, ist mittlerweile aber in der gesamten Weinbauwelt vertreten. Inzwischen hat fast jedes Land mit nennenswertem Weinbau Cabernet Sauvignon in seinen Weinbergen
Die Trauben dieser Rebsorte sind mittelgroß und dicht mit dunkelblauen, dickschaligen Beeren. In Bordeaux wird sie sehr häufig zum Verschnitt (Cuvée) mit anderen Rebsorten wie Cabernet Franc, Merlot oder auch Malbec verwendet. Die besten sortenreinen Cabernets werden in Kalifornien und der Toskana hergestellt.
In seiner Jugend ist der Wein aus der Cabernet-Sauvignon-Rebe fruchtig mit einer kräftigen „Nase“ mutet oft aber auch rau und gerbstoffbetont an. Zunehmende Reife, insbesondere im Eichenfass (barrique), verleiht dem Wein feine Vanille- oder Röstaromen und die Strenge der Tannine werden gemildert. Oftmals werden auch Aromen von schwarzen Johannisbeeren, grüner Paprika und Lakritze mit dieser Rebsorte assoziiert.
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Champagner
Der Champagner ist ein Schaumwein der in der Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Die Champagne ist die nördlichste Weinbauregion in Frankreich. Die im Wein gelöste Kohlensäure entsteht bei einer zweiten Gärung in der Flasche, der sog. „Méthode champenoise“ (von 1935). Dies wurde auch durch ein EU-Gesetz im Jahre 1994 nach langem Rechtsstreit festgelegt.
Champagner genießt den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée, auch wenn dies nicht auf den Etiketten vermerkt ist.
Der Begriff „Champagner“ ist markenrechtlich geschützt.
In Deutschland sind Schaumweine unter dem Begriff Sekt oder Winzersekt bekannt, in Spanien als Cava, in Italien als Spumante und in Frankreich (in anderen Regionen als der Champagne) und Luxemburg als Vin mousseux oder Crément.
Das Gebiet in der Champagne, in dem die Trauben angebaut werden dürfen wurde 1927 festgelegt. Es umfasst knapp 34.000 Hektar, die mittlerweile fast vollständig bestockt sind.
Für die Herstellung des Champagner werden fast ausschließlich die drei Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay verwendet. Zugelassen sind auch die Rebsorten Arbane und Petit Meslier, allerdings sind diese seit der Reblauskrise fast vollständig verschwunden.
Die Herstellung des Champagners ist sehr aufwendig und zeitintensiv. So werden beispielsweise die Trauben mit der Hand gelesen und dabei werden die schlechten, unreifen und faulen Trauben gleich aussortiert.
In der westlichen Welt gilt der Champagner ohne Zweifel als das festlichste aller Getränke. Pro Jahr werden ungefähr 2,5 Mio hl Wein hergestellt und der Umsatz der Branche liegt bei ca. 4 Mrd Euro.
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Cuvée
Der französische Begriff „Cuvée“ ist im deutschen Sprachgebrauch ein Synonym für den Begriff Verschnitt.
Allgemein versteht man darunter den Verschnitt von zumindest zwei oder mehreren Weinen und/oder Jahrgängen. Damit soll die Qualität des fertigen Produkts erhöht werden bzw. die Konstanz und Geschmack eines Weines soll über mehrere Jahrgänge hinweg gesichert werden und das Risiko minimiert werden.
Beim Verschnitt wird in der Regel eine Rebsorte als Hauptanteil (meist zwischen 70-95 Prozent) gewählt. Diese bestimmt den Charakter des Weines. Wahrend des Verschnitts finden Vorverkostungen der Verschnittanteile in kleinen Probereihen statt, um das Ergebnis sensorisch zu beurteilen. Eine optimal ausgewählte Cuvée schmeckt immer besser als jede Partie für sich. Hierbei ergänzen sich die Eigenschaften der einzelnen Partien wie Tanningehalt, Fruchtausprägung, Alkoholgehalt und Restsüße zu einem harmonischen Ganzen. Die gesamte Prozedur findet nach dem Klären, aber noch vor dem Barrique-Ausbau des Weines statt.
Besonders typisch sind solche Cuvées in der Region Bordeaux. Hier ist oftmals Cabernet-Sauvignon die dominierende Rebsorte und wird durch andere Rebsorten, wie z.B. Merlot ergänzt. Meist sind es drei bis fünf Rebsorten aus denen diese Cuvées bestehen.
Beim Châteauneuf-du-Pape sind bis zu 13 Rebsorten zugelassen, wobei auch weiße Sorten in den Rotwein dürfen.
Im Gegensatz dazu sind Cuvées in Deutschland und Österreich in der Minderheit, obwohl auch in Deutschland diese Art der Weinherstellung nicht neu ist. Selbst der Anbau verschiedener Rebsorten in einem Weinberg, die dann gemeinsam gelesen und gekeltert werden hat eine lange Tradition.
Obwohl dieser „gemischte Satz“ heute nur noch wenig Bedeutung hat, kann man sie bei einigen Winzern als Spezialität finden.
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Dekantieren
Der Ausdruck Dekantieren (franz. décanter) bezeichnet den Prozess der Abtrennung eines ungelösten Stoffes aus einem Flüssigkeitsgemisch. Beim Dekantieren von Wein möchte man den Wein von dem am Boden der Weinflasche befindlichen Depot trennen, um so später nur den klaren Wein im Glas zu haben. Ein weiterer Grund ist, den Wein mit Sauerstoff in Berührung zu bringen. Durch die Oxidationsvorgänge kann sich ein Wein entscheidend verändern und sich voll entfalten. Da bei älteren Weinen dieser Vorgang allerdings auch zum „Umkippen“ des Weines, sprich kompletter Oxidation und Verderb, verwendet man für solche Weine eine schmale Dekantierkaraffe mit geringer Luftspiegelfläche.
Der gesamte Vorgang des Dekantierens erfordert viel Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl. Die zu dekantierende Flasche wird meist bereits 2-3 Tage vor Öffnen aufrecht gestellt, damit sich das Depot am Boden der Flasche sammelt.
Es gibt keine festgelegten Richtwerte, wie lange vor dem Genuss ein Wein dekantiert werden soll. Dies richtet sich sowohl nach dem Alter des Weines, als auch nach den Rebsorten. Meist sind es zwei bis drei Stunden vor dem Trinkgenuss. Es können allerdings, je nach Sorte, bis zu 12 oder 24 Stunden sinnvoll bzw. nötig sein, damit sich ein Wein in seiner vollen Pracht entfalten kann.
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Depot
Das Depot bei Wein besteht hauptsächlich aus Farb- und Gerbstoffen. Während der Flaschenreifung scheidet bzw. gibt der Wein diese Stoffe teilweise in fester Form ab. Es sollte nicht mit Weinstein verwechselt werden. Das Depot tritt insbesondere bei gehaltvollen, gerbstoffreichen Rotweinen auf.
Es wird aus rein optischen Gründen vor dem Trinken vom Wein getrennt (Dekantieren), beeinflusst aber in keinster Weise die Qualität des Weines und bedeutet auch nicht, dass ein Wein mit Depot fehlerhaft ist.
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Eichenholz
Schon im Altertum wurden verschiedenste Hölzer (z.B. Kastanie, Pinie) zum Bau von Weinfässern benutzt. Das Holz der Eiche hat sich im Laufe der Zeit für den Fassausbau bzw. die Lagerung von Wein als am besten geeignet erwiesen. In Frankreich wurde dies sehr früh erkannt. Dort erfolgt der Ausbau des Weines in den sog.“Barrique“. Dieser Fasstyp besitzt in der Regel ein Volumen von 225 Litern.
Zur Barriqueherstellung werden insbesondere Eichen aus dem Allier und dem Limousin verwendet. Die französische Eiche gilt weltweit, aufgrund ihrer feinen Aromen, als die für den Fassbau als am besten geeignet. Sie wird in ganz Europa am häufigsten verwendet.
Von Barrique leitet sich auch das Wort „Barrkiade“ ab. Während der Julirevolution 1830 wurden die mit Erde gefüllten Barriques als Straßensperren verwendet.
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Entre-Deux-Mers
Der Name der Appellation bedeutet im Französischen „Zwischen zwei Meeren“. Dies leitet sich von der Lage des Gebietes zwischen den beiden Flüssen Garonne und Dordogne ab.
Mit ca. 23.000 Hektar umfasst dieses Weinbaugebiet knapp ein viertel des Bordelais und ist somit die größte unterregionale Appellation der Region.
Lediglich die Weißweine sind als AC klassifiziert. Die Hauptrebsorten sind Sauvignon Blanc, Muscadelle und Sémillion, die auf dem vorwiegend ton- und kieshaltigen Boden sehr gut gedeihen.
Mittlerweile werden in der Appellation Entre-Deux-Mers überwiegend Rotweine erzeugt 8ca. 75 Prozent). Diese werden als Bordeaux bzw. Bordeaux Supérieur verkauft.
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Erstwein
Herunter versteht man die Weine von Spitzenqualität eines Weingutes. Die Bezeichnung „Erstwein“ ist vor allem in Bordeaux gebräuchlich. Im Gegensatz dazu sind die sog. „Zweitweine“ (vgl. Zweitwein) preislich deutlich günstiger.
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Ertrag
Unter diesem Begriff versteht man die Ausbeute an Lesegut pro Hektar Fläche. Als Maßeinheit dient die Angabe Hektoliter/Hektar.
Als Richtwert kann man agen, dass für eine Flasche Wein die Beeren zweier Rebstöcke nötig sind.
Bei absoluten Spitzengewächsen in Bordeaux (Grand-Crus) trägt ein einzelner Rebstock oftmals weniger als ein halbes Kilo Trauben. Hier kommt es auf einen möglichst niedrigen Ertrag pro Rebstock an, um so eine sehr hohe Traubenqualität zu erhalten. Um den niedrigen Ertrag pro Rebstock auszugleichen, werden dafür die einzelnen Rebstöcke sehr dicht gepflanzt. So kann es sein, dass sich auf einen Hektar bis zu 10.000 Rebstöcken befinden.
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Flaschengärung
Die bei der klassischen Flaschengärung (Méthode Champenoise) findet die zweite Gärung in der Flasche statt. Für die Herstellung von Champagner, Crémant und Cava ist dieses Verfahren zwingend vorgeschrieben. Mittlerweile werden auch in Deutschland mehr und mehr hochwertige Schaumweine nach dieser Methode hergestellt.
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Fronsac
Die Appellation Fronsac mit einer Fläche von knapp 950 Hektar Rebfläche befindet sich im Süden der Region Bordeaux, westlich der Appellationen Saint-Émilion und Pomerol. Es gibt eine zweite Appellation Canon-Fronsac (Teile der Gemeinden Fronsac und Saint-Michel-de-fronsac) Nur durch einen Seitenarm der Dordogne Fronsac von Pomerol getrennt. Die gehaltvollen Weine aus Fronsac waren bis weit in das 19. Jahrhundert geschätzter als die des direkten Nachbarn aus Pomerol.
Die tanninreichen, langlebigen Rotweine werden aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec gekeltert. Die dominierende Rebosrte dieser Weine ist Merlot, gefolgt von Cabernet Franc.
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Gerbstoffe
Hierunter versteht man insbesondere die Tannine (franz. Tanin=Gerbsotff), welche dem Wein eine raue Note von Trockenheit verleiht, die sog. Adstringenz. Dies ist die Fähigkeit eines Weines ein raues, pelziges Mundgefühl hervorzurufen. Tannine sind unter anderem in den Stielen, Schalen und Kernen der Weintrauben vorhanden. Ihr Gehalt und ihre Struktur sind bei Rotweinen Merkmal deren Qualität und Lagerfähigkeit bzw. –bedürftigkeit.
Auch wird über (vor allem neue) Eichenfässer Tannin an den Wein übertragen. Der Önologie sind mittlerweile über 30 verschiedene Tannine bekannt. Einige dieser Tannine sind von entscheidender Bedeutung für die Qualität eines Weines, anderen wird eine negative Auswirkung bescheinigt.
Bei Weißweinen spielen die Tannine eine weitaus geringere Rolle als bei Rotweinen.
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Grand Cru
Wörtlich aus dem Französischen übersetzt bedeutet dies „Großes Gewächs“. In den Weinbaugebieten Frankreich wird die Bezeichnung „Grand Cru“ unterschiedlich definiert.
In Burgund beispielsweise bezieht sie sich, wie auch im Elsass, auf die Lage. Jeder „Grand Cru“ besitzt hier seine eigene Appellation. An zweiter Stelle kommt die Lagenappellation „Premier Cru“ und dann folgen die kommunalen Appellationen, bei welchen oft die Namen der jeweiligen gemeinden angehängt werden.
In Bordeaux ist „Grand Cru“ oder „Cru Classé“ die Eigenschaft eines Weingutes (Château) und nicht der Lage. Die Gründe liegen hier in der Historie. Die führenden Châteaux, insbesondere im Médoc. Diese wurden ab dem 17. Jahrhundert auf den besten Lagen angelegt.
Die weniger privilegierten Châteaux klassifizieren sich seit den 30er Jahren als „Cru bourgeois“ (Bürgerliche Gewächse).
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Grauschimmelfäule
Die Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) auch Grauschimmel, Edelfäulpilz oder Graufäule genannt ist ein Pilz aus der Gattung Botrytis. Er hat große Bedeutung im Weinbau, wo er die Edelfäule aulöst.
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Graves
Das Weinbaugebiet Graves mit einer Gesamtfläche von knapp 3000 Hektar Gesamtfläche ist eines der alten Weinbaugebiete in der Region Bordeaux. Vor 2000 Jahren legten die Römer die ersten Weingärten an. Ende des 19. Jahrhunderts betrugt die Gesamtfläche dieser Appellation noch über 10.000 Hektar. Doch durch Reblausbefall und das Wachstum der Stadt Bordeaux schrumpfte diese Fläche immer weiter zusammen. Seit 1937 besitzt die Appellation den Status einer „Appellation d’Origine Contrôlée“
Sein Name leitet sich von dem franz. Begriff „Gravier“ (Kiesel) ab. In der Tat ist der Boden hier mit Steinen übersät und sehr nährstoffarm. Tagsüber nehmen die Steine die Sonnenenergie auf und geben diese Wärme in der Nacht ab, was den Reben sehr zugute kommt.
In der Klassifizierung von 1855 war Château Haut-Brion das einzige Weingut aus der Region Graves, welches in den obersten Rang eines „Premier Grand Cru“ eingestuft wurde.
Sehr bekannt und weltweit geschätzt sind die trockenen Weißweine der Region. Bei ihnen kommen die Rebsorten Sémillion, Sauvignon Blanc und Muscadelle zum Einsatz.
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Grenache
Grenache ist eine rote Rebsorte und zählt weltweit zu der am häufigsten angebauten Rebsorte. Sie wird insbesondere in Frankreich, Spanien, Italien und Kalifornien angebaut. Im Rhônetal findet man die größten mit Grenache bepflanzten Rebflächen in Frankreich. Am bekanntesten sind zweifelsfrei die Weine von Châtteauneuf-du-Pape die überwiegend aus Grenachetrauben hergestellt werden. Manchmal bestehen sie gar ausschließlich aus dieser Rebsorte.
Es existiert auch eine weiße Variante, die „Grenache Blanc“, welche in Frankreich und Spanien für Verschnittweine genutzt wird.
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Hermitage
Der Hermitage ist einer er bekanntesten Weine Frankreichs und genießt weltweiten Ruhm. Er wächst auf dem linken Ufer der Rhône nicht weit entfernt von der Stadt Lyon. Seine Geschichte reicht bis in die Zeit vor Christus zurück. Bereits im 17. Jahrhundert wurde er nach ganz Europa exportiert.
Die Bodenbeschaffenheit (Granit, Kalkstein) in Kombination mit den sonnigen Südhangen und Verbindung mit dem kontinentalen und mediterranen Klima bieten nahezu optimale Voraussetzungen für die Entwicklung der Reben.
Der aus der Syrah gewonnene rote Hermitage zählt zu den mächtigsten und langlebigsten Rotweinen der Welt. Zur Erlangung seiner optimalen Trinkreife benötigt er sieben bis zehn Jahre Flaschenreifung. Große Jahrgänge verlangen bis zu 25 Jahren Flaschenreifung.
Charakteristisch ist seine tiefdunkle Färbung und die komplexen Aromen von Gewürzen und Früchten. Hinzu kommt ein gar nicht enden wollender Abgang im Mund.
Die weiße Variante des Hermitage besteht aus den Rebsorten Marsanne und Rousanne. Auch er ist ein sehr kräftiger, fruchtiger und aromatischer Wein und besitzt eine Lagerfähigkeit von über 20 Jahren.
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Horizontal-Verkostung
Bei der horizontalen Verkostung werden Weine verschiedener Lagen und Weingüter desselben Jahrgangs verkostet und verglichen.
Sinnvoll bei der horizontalen Verkostung ist, dass die Weine zumindest grundlegende Ähnlichkeiten aufweisen, z.B. gleiche Rebsorte, Ausbau. Denn bei einer Kombination von zu vielen verschiedenen Kriterien, verlieren die einzelnen Kriterien ihre Unterscheidungskraft.
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Impériale
Dabei handelt es sich um eine Flasche mit einem Volumen von 6 Litern (entspricht 8 Normalflaschen á 0,75 Litern). Diese werden nur in geringen Mengen abgefüllt, da die Nachfrage doch eher gering ist. Sie wird für Champagner und Wein verwendet, allerdings eher als Ausstellungsobjekt oder für Werbezwecke.
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INAO
Der Ursprung des französischen Institutes „Institut National des Appellations d´Origine des Vins et Eaux-de-Vie“ steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Rouqefort-Käse, einem der bekanntesten Käsesorten Frankreichs. Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges beschloss die französische Regierung das System der „Appellations Contrôlees“. In diesem Gesetzeswerk wurden für landwirtschaftliche Produkte ein örtlich definierter und kontrollierter Ursprung sowie die Produktionsmethoden festgelegt. Der Roquefort war das erste Produkt, welchem ein genau umgrenztes Produktionsgebiet zuerkannt wurde (die berge des südfranzösischen Départements Aveyron). Allerdings wurde vergessen festzulegen, dass der Käse aus Schafsmilch und nicht aus Kuhmilch hergestellt werden muss. Dies endete in einem Skandal, welcher auch starken Einfluss auf die Weingesetze haben sollte.
Ein Vorreiter in den Dreißigerjahren auf diesem Gebiet war Baron Le Roy. 1935 wurde per Gesetz das Institut INAO gegründet, welches über die Vergabe der AOC-Rechte, sowie alle damit zusammenhängenden Fragen und Streitigkeiten entscheidet.
Die INAO bestimmt und überprüft alle Vorschriften, welche die AOC-Weine betreffen, nämlich Produktionsmenge, Beschränkung der Anbaufläche, Anbaumethoden, ernte und Weinbereitung.
Die Kompetenzen der INAO wurden mit dem Gesetz vom 2. Juli 1990 auf alle landwirtschaftlichen Produkte ausgeweitet. Alle AOC-zertifizierten Produkte werden durch ein Siegel auf ihrem Etikett bzw. bei Käse auf der Rinde gekennzeichnet.
In vielen Ländern, z.B. Spanien, Italien oder Österreich dient das französische AOC-System als Vorbild für eigene Qualitätssiegel.
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Jura
Die Tradition des Weinbaus geht in dieser Region bis auf ca. 40 v.Chr. zurück und begann durch die Eroberung der Römer.
War es einst eine große Weinbauregion beschränken sich die Rebflächen heute auf knapp 1.700 Hektar. Durch die geografische Isolation von anderen Weinbauregionen (z.B. Burgund) sind hier eigene Anbauarten und Rebsorten über die Jahre erhalten geblieben. Poulsard, Trousseau und die weiße Savagnin heißen die bekanntesten Rebsorten. Das Klima im Jura ist recht kontinental mit Wintern bis zu minus 15 Grad und der Sommer weniger gut wie in Burgund. Die wichtigsten Appellationen sind Arbois, Château-Chalon, Côtes du Jura, Crément du Jura und L’Étoile.
Der Vin Jaune, welcher ausschließlich aus der weißen Rebsorte Savagnin hergestellt wird, ist eine Spezialität des Jura.
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Kellerbuch
Besitzt man eine größere Anzahl von Weinflaschen in seinem Keller, so empfiehlt sich die Pflege eines Kellerbuchs um nicht den Überblick zu verlieren. Folgende Daten sollten in einem Kellerbuch vermerkt sein: Anzahl der Flaschen einen Weines bzw. der Jahrgänge, Bezugsquelle, Einkaufspreis, Degustationsnotizen. Insbesondere anhand der Degustationsnotizen lässt sich nachvollziehen, wann ein Wein in seine optimale Trinkreife erlangt. Dies ist hilfreich, wenn man einige Flaschen eines einzelnen Weines im Keller hat und diese über die Jahre öffnet. So kann man immer wieder auf die eigenen Notizen zurückgreifen und seine Entwicklung nachvollziehen. So kann auch vermieden werden, einen wein über seine Trinkreife hinaus zu lagern und so seinen „Höhepunkt“ zu verpassen.
Ein Kellerbuch ist verpflichtend zu führen von Produzenten, Händlern und Verarbeitern von Wein. Darin enthalten müssen u.a. die Flaschenmengen sowie Zu- und Abgänge verzeichnet werden.
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Klima
Unter dem Begriff Klima versteht man die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge, sowie ihre jahres- und tageszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird unterschieden in Makroklima (kontinentale / globale Zusammenhänge), Mesoklima (Landschaften oder Länder bis zu einigen hundert Kilometern Ausdehnung) und dem Mikroklima (Beschränkung auf wenige Meter bis einige Kilometer). Gerade das letztgenannte Mikroklima ist für den Weinbau von entscheidender Bedeutung (siehe Mirkoklima).
Weiterhin unterscheidet man zwischen folgenden Klimatypen:
Kontinentalklima
Dieses Klima zeichnet sich insbesondere durch jahreszeitlich große Temperaturschwankungen aus. Typisch sind hier heiße Sommer und kalte Winter.
Mediterranes Klima
Es wird durch vorwiegend trockene und heiße Sommer sowie regenreiche und milde Winter geprägt.
Maritimes/Ozeanisches Klima
Im Vergleich zum kontinentalen Klima kommt es hier zu wesentlich geringeren Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sowie zwischen Sommer und Winter. Der Grund hierfür ist die Kühlung des Landes durch das Meer in Küstennähe im Sommer. Im Winter wiederum wird das Land vom Meer erwärmt.
Trockenklima
Von einem Trockenklima spricht man, wenn die Niederschläge unterhalb einer von Temperatur und Niederschlagsverteilung abhängigen Trockengrenze bleiben (z.B. in Gebieten Spaniens, Italiens oder Kalifornien).
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Languedoc-Roussillon
Im Süden Frankreich, westlich der Rhône bis hin zur spanischen Grenze erstreckt die Region Languedoc-Roussillon. Sie umfasst die fünf Départements Aude, Gard, Hérault, Lozère und Pyrénées-Orientales. Im Süden grenzt die Region an Spanien und Andorra und im Norden an die Auvergne. Montpellier ist die Hauptstadt der Region.
Mit über 300 Sonnentagen im Jahr ist sie eine der beliebtesten Urlaubziele Franreichs und gleichzeitig mit einer Rebfläche von ca. 400.000 Hektar das größte Weinanbaugebiet Frankreichs. Es werden hauptsächlich Rot- bzw. Roséweine erzeugt. Als vorrangige Rebsorten findet man Grenache, Cabernet Sauvignon, Carignan und Merlot vor.
Die Produktion ist größtenteils in den Händen von großen Winzer-Genossenschaften. Dies ist ein Grund, weshalb die Region lange Zeit den ruf hatte, Massenweine herzustellen, da eher auf Quantität statt Qualität geachtet wurde. In den vergangenen Jahren hat sich diese bild jedoch gewandelt.
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Limousin
Die Region Limousin liegt in Mittelfrankreich, westlich des Zentralmassivs und gliedert sich in die drei Départements Corrèze, Creuse und Haute-Vienne. Die Hauptstadt der Region ist Limoges.
Aus den großflächigen Waldgebieten des Limousin stammt das gleichnamige Eichenholz, welchen zur Herstellung der Eichenholzfässer (Barrique) verwendet wird.
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Loire
Die Loire assoziiert man insbesondere mit der traumhaften Landschaft und den weltberühmten Schlössern links und rechts des Flusslaufes. Er zieht sich über eine Gesamtlänge von 1000 Kilometern von seiner Quelle im Zentralmassiv bis in den Atlantischen Ozean.
An den Ufern der Nebenflüsse erstrecken sich die Weinberge der Region über eine Fläche von knapp 75.000 Hektar. Es werden hauptsächlich Weißweine angebaut, insbesondere aus den Rebsorten Sauvignon Blanc, Muscadet und Chardonnay. Einen sehr hohen Bekanntheitsgrad genießen die Weine der Region Anjou.
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Magnum
Als Magnum wird eine Flaschengröße von 1,5 Litern (Größe von zwei Normal-Flaschen) bezeichnet. Sie wird in Frankreich gerne und häufig für hochwertige Rotweine verwendet. Die Magnumflaschen ermöglichen eine längere Lagerfähigkeit, als die Normalflaschen.
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Malbec
Die Malbec ist eine alte französische Rebsorte. Da sie früher in zahlreichen Départements angebaut wurde, waren knapp 400 Namen für sie im Gebrauch (z.B. Auxerrois in Cahors). Leider ist diese Rebsorte sehr anfällig für Krankheiten und Frost, weshalb sie an Bedeutung verloren hat. Das größte Anbaugebiet findet sich heute in Argentinien. Dort wird die Rebsorte auf knapp 10.000 Hektar angebaut. In Bordeaux wird sie heute oftmals durch die Rebsorte Merlot ersetzt und wird nur noch von wenigen Betrieben für die Mischweine (Cuvées) verwendet. Auch in Spanien hat Malbec sehr stark an Bedeutung im Weinanbau eingebüßt.
In den Cuvées war bzw. ist die Malbec-Traube hauptverantwortlich für Farbe und Tanningehalt. Typisches Merkmal ist ihre fruchtige Würze, sowie Anklänge Tabak- und Pflaumennoten.
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Médoc
Als Médoc bezeichnet man die Halbinsel im Südwesten Franreichs, welche zwischen der Atlantikküste, dem Mündungsarm Gironde und dem Meeresbecken von Arcachon liegt. Im östlichen Teil der Halbinsel ist eine der bekanntesten und berühmtesten Appellationen des Bordelais anzuteffen. Das Gebiet erstreckt sich auf einer Länge von 80 kilometern und einer Maximalen Breite von acht Kilometern mit einer Gesamtrebfläche von ungefähr 11.000 Hektar. Me´doc teilt sich in das nördliche Médoc (ca. 5.500 Hektar) und das südliche Haut-Médoc (ca. 4.500 Hektar). Der Boden bieten für die Rebsorten allerbeste Voraussetzungen. Diese sind im Haut-Médoc durch den kargen, kieshaltigen Boden noch etwas besser als im nördlichen Teil, weshalb die Weine des Haut-Médoc noch etwas höher eingeschätzt werden. Hauptsächlich werden die Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot angebaut. Das Haut-Médoc wird in die sechs kommunalen Appellationen Pauillac, Saint-Estèphe, Saint-Julien, Moulis, Listrac und Margaux unterteilt. Diese sechs Appellationen tragen den Namen der jeweiligen Ortschaft auf dem Etikett, die anderen Weine, welche nicht aus diesen Orten stammen tragen die Bezeichnung Haut-Médoc auf ihren Etiketten.
Nirgendwo sonst auf der Welt findet man eine solch große dichte an großartigen Weinen, als in diesen sechs Orten.
Hier die Klassifikation (siehe auch Grand-Cru-Klassifizierung) der Weine:
Premier Cru Classé (5 Châteaux)
Château Lafite-Rothschild (Pauillac)
Château Margaux (Margaux)
Château Latour (Pauillac)
Château Mouton-Rothschild (Pauillac) wurde 1973 vom Deuxième Cru heraufgestuft
Château Haut-Brion (Pessac/Graves) ist eine Ausnahme und der einzige Premier Cru, der nicht aus dem Haut-Médoc stammt.
Deuxiéme Cru Classé (14 Châteaux)
Château Brane-Cantenac (Cantenac-Margaux)
Château Cos-d´Estournel (Saint-Estéphe)
Château Ducru-Beaucaillou (Saint Julien)
Château Durfort-Vivens (Margaux)
Château Gruaud-Larose (Saint-Julien)
Château Lascombes (Margaux)
Château Léoville-Barton (Saint-Julien)
Château Léoville-Las-Cases (Saint-Julien)
Château Léoville-Poyferré (Saint-Julien)
Château Montrose (Saint-Estéphe)
Château Pichon-Longueville Baron (Pauillac)
Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande (Pauillac)
Château Rausan-Ségla (Margaux)
Château Rauzan-Gassies (Margaux)
Troisiéme Cru Classé (14 Châteaux)
Château Boyd-Cantenac (Cantenac-Margaux)
Château Calon-Ségur (Saint-Estéphe)
Château Cantenac-Brown (Cantenac-Margaux)
Château d´Issan (Margaux)
Château Desmirail (Margaux)
Château Ferriére (Margaux)
Château Giscours (Labarde)
Château Kirwan (Cantenac-Margaux)
Château La Lagune (Ludon)
Château Lagrange (Saint-Julien)
Château Langoa-Barton (Saint-Julien)
Château Malescot Saint-Exupéry (Margaux)
Château Palmer (Margaux)
Château Marquis d´Alesme-Becker (Margaux)
Quatriéme Cru Classé (10 Châteaux)
Château Beychevelle (Saint-Julien)
Château Branaire-Ducru (Saint-Julien)
Château Duhart-Milon-Rothschild (Pauillac)
Château La Tour Carnet (Margaux)
Château Lafon-Rochet (Saint-Estéphe)
Château Marquis-de-Terme (Margaux)
Château Pouget (Cantenac-Margaux)
Château Prieuré-Lichine (Cantenac-Margaux)
Château Saint-Pierre-Bontemps (Saint-Julien)
Château Talbot (Saint-Julien)
Cinquiéme Cru Classé (18 Châteaux)
Château Batailley (Pauillac)
Château Belgrave (Saint-Laurent)
Château Cantemerle (Macau)
Château Clerc Milon (Pauillac)
Château Cos Labory (Saint-Estéphe)
Château Croizet-Bages (Pauillac)
Château Dauzac (Labarde-Margaux)
Château de Camensac (Saint-Laurent)
Château du Tertre (Arsac-Margaux)
Château Grand-Puy Ducasse (Pauillac)
Château Grand-Puy-Lacoste (Pauillac)
Château Haut-Bages-Libéral (Pauillac)
Château Haut-Batailley (Pauillac)
Château Lynch-Bages (Pauillac)
Château Lynch-Moussas (Pauillac)
Château Mouton Baron Philippe (Pauillac), hieß von 1957-1988 Château d´Armailhac
Château Pédesclaux (Pauillac)
Château Pontet-Canet (Pauillac)
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Merlot
Die Rebsorte Merlot spielt in fast allen Weinbauregionen der Welt eine tragende Rolle. Mit einem geschätzten Bestand von ca. 200.000 Hektar weltweit, wovon alleine auf Frankreich ungefähr 100.000 Hektar Anbaufläche entfallen, zählt sie zu den meist angebauten Rebsorten. In Übersee wird sie oft als reinen Sortenwein ausgebaut. Dies ist jedoch in Frankreich eher selten. Der berühmte Château Pétrus in Pomerol ist eine weltbekannte und geschätzte Ausnahme, er besteht ausschließlich aus Merlot.
Der dunkelrote Merlot, der eher weich und pflaumig schmeckt, wird oftmals als Partner der Cabernet Sauvignon für die Cuvées verwendet. Da er sehr gut mit der Eiche der Barrique-Fässer harmoniert wird Merlot bei fast allen Bordeaux-Weinen verwendet. In Pomerol, graves und Saint-Émilion ist sie der Hauptbestandteil der Rotweine.
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Mikroklima
Mikroklima bezeichnet das Klima in einem kleinen, klar umrissenen Bereich und bodennahen Luftschichten bis etwa zwei Meter Höhe, beispielsweise einem Weinberg.
Die Verschiedenheit des Bodens, Geländes, der Hanglage und des Pflanzenbewuchses kann auf engen Raum sehr große Klimagegensätze hervorrufen. Das individuelle Mikroklima eines Weinberges ist entscheidend für Entwicklung der Reben und die Qualität der Trauben.
Millésime
Französischer Begriff für „Jahrgang“
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Mise en bouteille
Französische Bezeichnung für „Abfüllung in Flaschen“
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Muscadelle
Muscadelle ist eine weiße Rebsorte und wird hauptsächlich mit Sémillion und Sauvignon Blanc zu Weißweinen verschnitten.
Den größten Rebbestand dieser Rebsorte findet man in Bordeaux in der Appellation Entre-Deux-Mers. Sie gehört nicht zur Familie der Muskatellertrauben.
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Muscadet
Muscadet ist das Anbaugebiet am Ende des Loiretals nahe der Mündung der Loire, im unmittelbaren Süden und Osten der Stadt Nantes mit einer Flächevon 13.000 Hektar. Es wird in die vier Appellationen Muscadet, Muscadet Côtes de Grand Lieu, Muscadet des Coteaux de la Loire sur lie und Muscadet de Sèvre-et-Maine unterteilt.
Typisch sind die trockenen Weißweine, die nur aus der Rebsorte Melon de Bourgogne hergestellt werden dürfen. Sie sind insbesondere durch ihre Ausbaumethode zu Berühmtheit gelangt. Kein anderer Wein wird so hergestellt wie der Muscadet. Der Wein darf nicht länger als einen Winter im Fass oder Tank gelagert werden. Während dieser Zeit liegt er auf einem Hefebett, welches ihn aromatisiert. Dieser Bodensatz aus Salzen und abgestorbener Hefe, der bei anderen Sorten abgezogen wird, bleibt bis zum Abfüllen unter dem Traubensaft und steigt langsam nach oben.
Die Produktionsmethode „Sur-Lie“ (auf der Hefe / Hefesatzlagerung) unterliegt strengen Bestimmungen. Die Bezeichnung „Sur Lie“ darf nur auf den Etiketten der drei höherwertigen Appellationen (nicht bei der Appellation Muscadet) verwendet werden. Ein Muscdet sollte in der Regel in jungen Jahren getrunken werden. Er ist frischer, unkomplizierter Wein und schmeckt leicht salzig-mineralisch mit Aromen von Zitrus und Apfel.
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Nachhall
Synonym für „Abgang“.
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Nebukadnezar
Eine Flaschengröße mit einem Volumen von 15 Litern (entspricht 20 Flaschen in Normalgröße). Solche Flaschen sind äußerst selten und werden meist als Schaustücke verwendet.
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Négociant
Dies ist die französische Bezeichnung für Kaufmann, Handelshaus oder Händler.
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Parker
Robert M. Parker stammt aus Baltimore/USA und ausgebildeter Rechtsanwalt. Seit mehren Jahrzehnten ist er einer der einflussreichsten Weinkritiker der Welt. Seine Bewertungen (sog. Parker-Punkte) der Weine sind ein entscheidender Faktor für deren Preisbildung am Markt.
Publiziert werden seine Kritiken in der Zeitschrift „The Wine Advocat“ sowie seinen Büchern „Bordeaux“ und „Parkers Wein-Guide“.
Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Weinen aus Frankreich, Italien und Kalifornien. Deutsche Weine spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle.
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Pinot Noir
Diese Rebsorte ist auf der ganzen Welt verbreitet und eine bedeutende und qualitativ sehr hochwertige Rebsorte für Rotweine. In Burgund dient Pinot Noir als Basis für die Weine. Spitzengewächse aus Burgund können sehr langlebig sein und komplexe Aromen entwickeln.
Auch für den Champagner spielt der Spätburgunder eine wichtige Rolle.
Allerdings ist der Anbau der Rebsorte recht schwierig. Die Trauben sind sehr dünnhäutig und somit anfällig für Verletzungen der Schale was einen Austritt des Saftes zur Folge hat. Sie reagiert stark auf Klimaschwankungen (Hitze/Kälte) und ist durch ihr relativ frühes Treiben anfällig für eventuelle Frühjahrsfröste.
Ungeachtet dessen erfreut sich die Rebsorte einer außerordentlichen Beliebtheit. In Frankreich hat sich die Rebfläche in den vergangenen 50 Jahren verdreifacht. Aber auch in Deutschland, Österreich, Schweiz und in Übersee (Kalifornien, Australien) trifft man Pinot Noir häufig an.
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Petit Verdot
Petit Verdot ist eine tanninreiche, säurehaltige und spät reifende Rebsorte. Sie wird in kleineren Mengen der Cuvée hinzugefügt, berühmte Beispiele sind Château Margaux oder auch Château Latour.
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Pomerol
Pomerol befindet sich östlich von Haut-Médoc und ca. 30 Kilometer nördlich von Bordeaux. Mit einer Gesamtrebfläche von knapp 800 Hektar handelt es sich um eine sehr kleine Appellation, auf welche die internationale Fachwelt erst Anfang des 20. Jahrhunderts richtig aufmerksam wurde. Eine Klassifizierung gibt es in Pomerol nicht.
Charakteristisch für die Weine aus Pomerol ist ihr hoher Merlot-Anteil (bis zu 100 Prozent). Rund 80 Prozent der Gesamtrebfläche sind mit Merlot bepflanzt. Der Rest ist meist mit Cabernet Franc bestockt.
Auch wenn Pomerol keine eigene Klassifizierung besitzt, so gibt es hier einige Spitzenweingüter. Das bekannteste und berühmteste Château Pomerols ist zweifelsfrei Château Petrûs, dessen Weine zu den besten Bordeaux-Gewächsen überhaupt gezählt werden. Andere bekannte Château sind Lafleur-Gazin, La Conseillante, Le Pin und Vieux Certan.
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Premières Côtes de Bordeaux
Dieses seit 1937 über den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée verfügende Weinbaugebiet erstreckt auf knapp 5 Kilometern Breite auf einer Länge von 60 Kilometern entlang der Garonne.
Die Gesamtrebfläche beträgt ca. 3800 Hektar. Auf dem kies- und kalkhaltigen Boden werden hauptsächlich die Rebsorten Merlot, Malbec und Cabernet Sauvignon angebaut.
Auf ungefähr 500 Hektar sind die Weinberge der Region für die Weißweine mit Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle bestockt.
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Provence
Das Weinbaugebiet Côtes de Provence ist mit einer Fläche von 20.000 Hektar das mit Abstand größte der Weinbauregion Provence. Es profitiert vom warmen Mittelmeer-Klima, sowie den Mistral-Winden.
Über 80 Prozent der Jahresproduktion entfallen in der Provence auf Roséweine. Durch die Vielzahl der zugelassenen Rebsorten ergeben sich eine Reihe von verschiedenen Weinstilen. Als Hauptrebsorten (mind. zwei müssen verwendet werden) für die Rot- und Roséweine dienen Grenache, Cinsault, Mourvèdre, Syrah und Tibouren. Als Nebenrebsorten dienen Cabernet Sauvignon und Carignan.
Der Anteil einer Hauptrebsorte darf nicht größer als 90 Prozent sein. Seit 2005 ist der gemeinsame Mindestanteil aller im Wein vorhandenen Hauptrebsorten auf 70 Prozent festgelegt worden. Ab 2015 steigt dieser sogar auf 80 Prozent.
In den Rot- und Roséweinen sind maximal 10 Prozent weiße Rebsorten zulässig.
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Reblaus
Die Reblaus (lat. Viteus vitifoliae) ist ein im Weinbau sehr gefürchteter Schädling. Sie befällt die Blätter und Wurzeln der Rebstöcke, wobei der Befall der Wurzeln einen weitaus höheren Schaden anrichtet. Durch die Saugtätigkeit der Wurzelreblaus werden die Leitgewebe der Wurzeln nachhaltig geschädigt. Dieses hat einen Wasser- und Nährstoffmangel für die Pflanze zur Folge, der zum Absterben der Rebe führen kann. Ab Befall der Rebe dauert dieser Prozess des Absterbens ca. drei Jahre.
Der Befall der Blätter durch die Blätterreblaus ist nicht lebensbedrohlich für die Rebe und wirkt sich nur bei extremem Befall auf das Wachstum aus.
Im 19. Jahrhundert wurde die Reblaus erstmals aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt. Dies hatte dramatische Verwüstungen im Weinbau zur Folge.
Besonders betroffen war Frankreich. Dort wurden zwischen 1865 und 1885 große Teile der Weinanbaugebiete, welche erst 1850 nach der Mehltaukrise durch neue Reben aus Amerika ersetzt wurden, zerstört. Die wirtschaftlichen Folgen für die französische Landwirtschaft waren katastrophal. Es wurden annähernd 2,5 Millionen Hektar Rebfläche vernichtet.
In Deutschland trat die Reblaus erstmals 1874 in Erscheinung. Nur wenige Länder wie z.B. Argentinien und Chile sind bislang von der Reblaus verschont geblieben.
Zur Schädlingsbekämpfung wurden reblausresistente Weinreben aus Amerika mit europäischen Reben gekreuzt. Die Reben waren zwar resistent, der Wein hatte jedoch einen unangenehmen Geschmack.
Einzig die Weinreben, die auf Sandböden standen bzw. stehen waren und sind bislang von der Reblaus verschont, da sie sich hier nicht halten kann. Dies ist auch der Grund, weshalb während der Reblaus-Katastrophe solche Weingärten als einzige vom Befall verschont blieben.
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Rebsorte
Durch Züchtung, welcha ca. 5000 v.Chr. begann, sind aus wilden Weinsorten etwa 8.000 – 10.000 Rebsorten entstanden. Ungefähr 2.500 dieser Rebsorten sind in den unterschiedlichen Ländern zur Weinproduktion zugelassen.
Es sind jedoch nur wenig hundert Rebsorten, die tatsächlich von Bedeutung sind und noch weniger, die überregionale Bedeutung besitzen.
Einige Rebsorten haben in bestimmten Regionen und darüber hinaus einen sehr hohen Stellenwert erlangt und die von ihnen stammenden Weine sind derart begehrt, dass diese Sorten als „Cépages nobles“ (edle Rebsorte, Edelrebe) bezeichnet werden. Diese Rebsorten werden sehr häufig für Spitzenweine verwendet.
Da es keine einheitliche Methode zur Erfassung und Auflistung dieser Rebsorten gibt, sind auch die Ergebnisse oftmals unterschiedlich. Ein wichtiges Kriterum ist die Verbreitung. Eine weltweite Verbreitung bei hoher Qualität lässt auf eine gute Anpassungsfähigkeit gegenüber Klimabedingungen schließen.
So lassen sich in den verschiedenen Listen häufig folgende Rebsorten finden:
Rote Edelreben:
Pinot Noir (Burgund)
Cabernet Sauvignon (Bordeaux)
Syrah (Rhône-Tal)
Nebbiolo (Piemont)
Weiße Edelreben:
Sauvignon Blanc (Bordeaux/Loire-Tal)
Chardonnay (Champagne/Burgund)
Chenin Blanc (Anjou)
Riesling (Deutschland/Österreich)
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Récolte
Französische Bezeichnung für Ernte, aber auch Jahrgang.
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Réserve
Der Begriff „Réserve“ oder „Grande Réserve“ ist in Frankreich in manchen Gebieten (z.B. Rhone) für Weine höherer Qualität gebräuchlich. Er handelt sich dabei jedoch nicht um eine offizielle weinrechtliche Bezeichnung.
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Rosé
Der Roséwein wird wie ein Weißwein, jedoch aus roten Trauben vinifiziert.
Es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren.
Bei der am meist verbreiten Methode werden die roten Trauben gekeltert, abgepresst und dann wie ein Weißwein ohne Schalen vergoren.
Je nach Verweildauer der Beeren auf der Maische ist die Färbung des Weines heller oder dunkler.
Bei der Saignée-Methode wird aus dem Gärbehälter für Rotwein nach ca. 12-48 Stunden ein Teil des Mostes, bevor er ein zu dunkles Rot annimmt, ohne Pressung abgezogen und als Roséwein verarbeitet.
Eine weitere Herstellungsmethode ist das Mischen von Weißwein mit Rotwein. Dies wir hauptsächlich genutzt um Roséchampager bzw –schaumweine herzustellen, ist aber ansonsten nicht zulässig.
Bei der letzten Herstellungsmethode wird Rotwein durch starkes Schönen von Taninen befreit und durch Behandlung mit Aktivkohle aufgehellt. Solch hergestellte Roséweine sind meist von minderer Qualität und stammen aus Massenproduktionen.
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Saint-Émilion
Saint-Émilion liegt 35 Kilometer östlich von Bordeaux und die Weinanbaufläche beträgt knapp 5.000 Hektar. Der Ort sowie der umliegende Weinbau wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe benannt. Saint-Émilion war eine wichtige Etappe für die Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella.
Die Tradition des Weinbaus reicht bis in die Zeit der römischen Herrschaft zurück.
Der Rotwein von Saint-Émilion besitzt eine eigene Appellation, in welcher auch einige Nachbargemeinden eingeschlossen sind. Gemeinsam mit Pomerol bildet Saint-Émilion das Kerngebiet des rechten Ufer der Gironde bzw. Dordogne.
Zu den sog. Satelliten-Appellationen zählen Lalande-de-Pomerol, Lussac-Saint-Émilion, Montagne-Saint-Émilion, Saint-Georges-Saint-Émilion, Puisseguin-Saint-Emilion sowie Fronsac und Canon-Fronsac zum Libournais.
In den körperreichen Weinen dominiert meist die Rebsorte Merlot gepaart Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.
Es gibt zwei kommunale Appellationen, nämlich Saint-Émilion und Saint-Émilion Grand Cru.
Für letztere werden die Weine vor Flaschenabfüllung einer zweiten, anspruchvolleren Qualitätsprüfung unterzogen. Seit Anfang der neunziger Jahre geht die Tendenz ganz klar in Richtung der Produktion von Grand Crus.
Das Klassifikationssystem von Saint-Émilion wird ca. alle zehn Jahre überarbeitet und wurde 1954 unter Aufsicht des INAO ins Leben gerufen. Die jeweiligen Weingüter müssen sich für die Klassifizierung bewerben. Es werden die letzten zehn Jahrgänge beurteilt, Kritiken sowie die Reputation der einzelnen Güter beim Handel.
Der Conseil d´Etat, das oberste französische Verwaltungsgericht in Paris, hat die Suspendierung der Klassifikation von 2006 durch ein Gericht in Bordeaux als nicht zulässig aufgehoben. Chateau La Tour du Pin Figeac, Chateau Cadet Bon, Chateau Guadet und Chateau de la Marzelle hatten geklagt, dass sie bei der Klassifikation keine Berücksichtigung mehr fanden.
Derzeit sind darin 61 Betriebe klassifiziert, 15 Premiers Grands Crus classés und 46 Grands Crus classés:
PREMIERS GRANDS CRUS CLASSÉS
Château Ausone
Château Cheval Blanc
Château Angélus
Château Beauséjour (Duffau-Lagarrosse)
Château Beau-Séjour-Bécot
Château Belair
Château Canon
Château Figeac
Château La Gaffelière
Château Magdelaine
Château Pavie
Château Pavie-Macquin
Château Troplong-Mondot
Château Trottevieille
Clos Fourtet
GRANDS CRUS CLASSÉS
Château Balestard la Tonnelle
Château Bellefont-Belcier
Château Bergat
Château Berliquet
Château Cadet Piola
Château Canon la Gaffelière
Château Cap de Mourlin
Château Chauvin
Château Corbin
Château Corbin Michotte
Château Dassault
Château Destieux
Château Fleur-Cardinale
Château Fonplégade
Château Fonroque
Château Franc Mayne
Château Grand Corbin
Château Grand Corbin Despagne
Château Grand Mayne
Château Grand Pontet
Château Haut Corbin
Château Haut Sarpe
Château L’Arrosée
Château La Clotte
Château La Couspaude
Château La Dominique
Château La Serre
Château La Tour Figeac
Château Laniote
Château Larcis Ducasse
Château Larmande
Château Laroque
Château Laroze
Château Le Prieuré
Château Les Grandes Murailles
Château Matras
Château Monbousquet
Château Moulin du Cadet
Château Pavie-Decesse
Château Ripeau
Château Saint-Georges-Côte-Pavie
Château Soutard
Clos de l’Oratoire
Clos des Jacobins
Clos Saint-Martin
Couvent des Jacobins
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Sauternes
Die Appellation Sauternes mit einer Gesamtfläche von 1.700 Hektar südlich von Bordeaux im Bereich Graves. Sauternes ist bekannt durch seine hervorragenden edelsüßen Weißweine.
Die Appellation besteht aus den fünf Gemeinden Barsac, Preignac, Bommes, Fargues und Sauternes. Die Vorschriften für die edelsüßen Weißweine verlangen einen Mindestalkoholgehalt von 13 Prozent sowie die Bestätigung des geforderten Süßegrades durch eine sensorische Geschmacksprüfung. Die Ertragsbeschränkung liegt bei 25 Hektoliter per Hektar.
Die Hauptrebsorte für die Weißweine ist Sémillion mit einem Anteil zwischen 70 und 80 Prozent. Die übrigen weißen Sorten sind Sauvignon Blanc und Muscadelle.
Die Sémillion-Traube ist besonders anfällig für die Edelfäule.
Der Fluss Ciron, der durch Sauternes fließt, und dessen kaltes Quellwasser in das wärmere der Garonne fließt und im Herbst Nebel bildet, bietet beste Möglichkeiten für den Edelfäule-Pilz „Botrytis cinerea“(vgl. Grauschimmelfäule) zur Erhöhung des Zuckergehalts der Trauben.
Der Duft von Honig, Nüssen und Aprikosen sind typisch für die Weine aus Sauternes und die Süße ist durch den hohen Alkoholgehalt keineswegs aufdringlich.
Im Rahmen der Bordeaux-Klassifizierung von 1855 erfolgte die Klassifizierung in Sauternes wie folgt:
Premier Cru Classé Supérieur (1)
Château D´Yquem (Sauternes)
Premier Cru Classé (11)
Château Climens (Barsac)
Château Clos Haut-Peyraguey (Bommes)
Château Coutet (Barsac)
Château Guiraud (Sauternes)
Château Lafaurie-Peyraguey (Bommes)
Château La Tour Blanche (Bommes)
Château Rabaud-Promis (Bommes)
Château de Rayne-Vigneau (Bommes)
Château Rieussec (Fargues)
Château Sigalas-Rabaud (Bommes)
Château Suduiraut (Preignac)
Deuxième Cru Classé (15)
Château d´Arche (Sauternes)
Château Broustet (Barsac)
Château Caillou (Barsac)
Château Doisy-Daëne (Barsac)
Château Doisy-Dubroca (Barsac)
Château Doisy-Védrines (Barsac)
Château Filhot (Sauternes)
Château Lamothe Despujols (Sauternes)
Château Lamothe Guignard (Sauternes)
Château de Malle (Preignac)
Château de Myrat (Barsac)
Château Nairac (Barsac)
Château Romer (Fargues)
Château Romer-du-Hayot (Fargues)
Château Suau (Barsac)
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Sauvignon Blanc
Die weiße Rebsorte zählt zu den sog. „Cépages nobles“, den Edelreben. Mittlerweile ist diese Rebsorte sehr weit verbreitet. In Europa trifft man sie hauptsächlich im französischen Loiretal, Sancerre und Poulliy-Fumé an. Aber auch in Italien, Spanien und osteuropäischen Staaten sowie in Übersee erfreut sich Sauvignon Blanc immer größerer Beliebtheit.
Typsich für diese Rebsorte sind ihre Aromen von Stachelbeeren, grünen Früchten sowie frisch gemähtem Gras. Das Ergebnis sind trockene, spritzige, frische Weißweine mit einem leicht mineralischen Ton.
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Sémillon
Auch die weiße Rebsorte Sémillon gehört zu den „Cépages nobles“, den Edelreben. Sie dient häufig als Verschnittpartner für Sauvignon Blanc oder auch Chardonnay. In den Sauternes und Graves Weinen ist sie die Hauptkomponente. In dem berühmten Süßwein Château d’Yquem ist sie die Hauptrebsorte.
Aufgrund ihrer dünnen Beerenhaut ist sie besonders anfällig für die Edelfäule und damit ideal geeignet für die edelsüßen Weißweine.
Honig und Aprikosen-Aromen sind typisch für Sémillion Weine.
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Shiraz
In Übersee gebräuchliches Synonym für die in Europa bekannte rote Rebsorte Syrah.
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Sommelier
Der Sommelier (französisch für Mundschenk) arbeitet in der gehobenen Gastronomie. Er ist für den Einkauf und Lagerung der Weine zuständig. Er berät und informiert die Gäste über das Weinangebot und hilft bei der Auswahl der passenden Weine zur Speisenfolge.
Die Ausbildung zum Sommelier ist von Land zu Land unterschiedlich.
In Deutschland gibt es spezielle Schulen, Zentren oder Akademien (z.B. Hotelfachschule Heidelberg, gastronomisches Bildungszentrum der IHK Koblenz).
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Sortenrein
Darunter versteht man weitläufig Weine, die ausschließlich aus einer Rebsorte gekeltert werden (reinsortig).
Nach dem EU-Weingesetz dar jedoch eine einzige Rebsorte auf dem Etikett angegeben werden, wenn diese zumindest einen Anteil von 85 Prozent hat. Die übrigen 15 Prozent könne durch andere Rebsorten ergänzt werden.
In Übersee liegt die Grenze meist bei 75 Prozent. Ab diesen Mindestgrenzen werden die Weine als Rebsortenwein bezeichnet, in Frankreich als „Vin de cépage“ und in Übersee als „Varietal Wine“.
Das Gegenteil der Sortenreinheit ist der Verschnitt (vgl. Cuvée). Verschnitt bedeutet nicht im Geringsten mindere Qualität, wie man an sehr vielen Beispielen französischer und europäischer Spitzenweine sehen kann.
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Subskription
Im Weinhandel versteht man unter dem Begriff die Vorbestellung und Bezahlung eines Weines, noch vor dessen Abfüllung in Flaschen. Dies wird hauptsächlich für Spitzenweine aus Bordeaux praktiziert. Erst hiermit erhält ein Käufer die Sicherheit, den Wein begehrter Châteaux und begehrter Jahrgänge überhaupt zu bekommen. Die Subskription ist in gewisser Weise Spekulation. Die Käufer setzen darauf, dass der Wein bis zu seiner Auslieferung im Wert steigen wird und somit im freien Verkauf um einiges teurer ist als bei der Subskription.
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Syrah
Diese hochwertige rote Rebsorte zählt zu den „Cépages noble“ (Edelreben). Der Syrah treibt spät aus und ist recht unempfindlich gegen Spätfröste die Kalte und nasse Witterung in der Blütezeit können jedoch zu Ertragseinbußen führen.
Typisch für Syrahweine ist das kräftige Johannisbeer-Aroma und die dunkle Farbe. Die tanninhaltigen Weine müssen häufig zehn und mehr Jahre lagern. Sie dient als Verschnittpartner für verschiedene Weine, wie z.B. Châteauneuf du Pape. In den Appellationen Côte-Rôtie, Saint-Joseph, Hermitage, Crozes-Hermitage und Cornas im nördlichen Rhônetal, ist sie sogar die einzig erlaubte Rebsorte.
Diese Rebsorte wird vorrangig im Rhônetal angebaut, da sie heißes und trockenes Klima benötigt. Australien ist heute von der Anbaufläche annähernd gleichauf mit Frankreich. Dort ist sie allerdings unter dem Namen Shiraz bekannt.
Weitere größere Anbaugebiete findet man in Kalifornien und Argentinien.
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Tafelwein
Gebräuchlicher Ausdruck für einen einfachen Wein. Gem. EU-Wein-Gesetz ein Wein der niedrigsten Qualitätsstufe.
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Tannine
Die Tannine gehören zu der Gruppe der Phenole und kommen unter anderem in den Schalen, Kernen und Stielen von Weintrauben vor. Beim Maischen gelangen sie in den Traubensaft.
Zusätzliche Tannine nimmt der Wein auch durch das Holz der Fässer auf.
Insbesondere junger Rotwein (und auch Tee) enthält hohe Mengen an Tanninen. Sie verursachen im Mund das typische Gefühl von Trockenheit bzw. das Zusammenziehen der Schleimhäute. Im Laufe der Flaschengärung geht diese Adstringenz des Weines dabei stetig zurück
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Terroir
Der Begriff „Terroir“ (franz. Gegend) wurde insbesondere in Frankreich geprägt. Der Begriff umfasst den Einfluss von Mikroklima und Bodentyp im Zusammenspiel mit den einzelnen angepflanzten Rebsorten. Erst durch das Zusammenwirkung der verschiedenen Faktoren (Klima, Sonneneinstrahlung, Bodenrelief, Hangneigung, etc.) und der Kunst des einzelnen Winzers können Weine mit Terroir-Charakter entstehen.
In Frankreich wurde der Begriff des Terrior erstmals in den 20er Jahren verwendet im Zusammenhang mit den Weinen aus Châteauneuf-du-Pape geprägt.
In Deutschland, wo es keine deutsche Entsprechung des Wortes gibt, wurde der Begriff erst sehr viel später eingeführt. Leider wurde und wird der Begriff noch heute in Deutschland oftmals falsch verwendet und überstrapaziert.
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Umveredelung
Auf eingewurzelte Rebstöcke werden bei der Umveredelung relativ weit oben am Stamm andere Rebsorten aufgepfropft. Im Gegensatz zur Neubepflanzung können bei dieser Methode bereits nach kurzer Zeit wieder zufriedenstellende Erträge erzielt werden.
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UTA
Kurzbezeichnung für „untypischen Alterston“.
Weine mit diesem Fehler haben einen muffigen Geruch nach nassem Sackleinen, Seife der Mottenkugeln.
Die Ursache für den UTA ist bislang noch nicht eindeutig erforscht. Ursachen könnten Wassermangel in der Hauptvegetationsperiode, zu hoher Ertrag bei zu niedrigem Mostgewicht oder eine zu frühe Lese sein.
In Deutschland sind besonders die Rebsorten Müller-Thurgau, Bacchus sowie Riesling dafür anfällig.
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Veredelung
Bei der Veredelung wird etwas in etwas Höherwertiges umgewandelt.
Im Weinbau wird eine Rebunterlage mit einem Edelreis verbunden. Aus dieser Unterlage wird nach Verwachsen der beiden Teile die Wurzel eines neuen Rebsotcks. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Unterlagsreben immer reblausresistente amerikanische Reben oder spezielle Hybridreben.
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Verschnitt
Im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für den Vorgang des Verschneidens mehrerer Weinen, Rebsorten, Jahrgängen oder Lagen. Der Begriff „Verschnitt“ besitzt in diesem Zusammenhang keinerlei negative Bedeutung, die großen Bordeaux-Weine sind klassische Verschnittweine.
Man unterscheidet zwischen dem horizontalen Verschnitt (Vermischen verschiedener Lagen / Rebsorten) und vertikalem Verschnitt (Vermischen verschiedener Jahrgänge).
In den vergangenen Jahren wurde der Begriff Verschnitt auch in Deutschland immer mehr durch den Begriff „Cuvée“ (vgl. Cuvée) abgelöst.
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Vertikal-Verkostung
Eine Verkostung unterschiedlicher Jahrgänge derselben Lage oder möglichst desselben Weines.
Bei einer vertikalen Verkostung kann der Jahrgangs-Einfluss festgestellt werden und ob ältere Jahrgänge eventuell bereits ihren Höhepunkt erreicht haben. Eine exakte Bewertung im Hinblick auf den optimalen Zeitpunkt für den Trinkgenuss bsp. jüngerer Weine sind dadurch aber nicht möglich. Es lassen sich allenfalls vage Voraussagen treffen.
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Vinifikation
Der Begriff umschließt den gesamten Vorgang der Weinherstellung von der Weinlese bis hin zur Flaschenabfüllung.
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